Berlin tanzt „mit sofortiger Wirkung“ wieder ohne Abstand

Liebe Tänzerinnen, liebe Tänzer,

in Übereinstimmung mit dem Landestanzsportverband Berlin e.V. haben wir für euch die lang ersehnte Botschaft: Aufgrund einer Entscheidung des Berliner Senators für Inneres und Sport muss mit sofortiger Wirkung der Mindestabstand von 1,5 Metern bei der Sportausübung und damit auch beim Tanzsport nicht mehr eingehalten werden. Die Berliner Tänzerinnen und Tänzer dürfen wieder ohne den bisher vorgeschriebenen Abstand als Tanz- paar oder in Gruppen tanzen, und zwar unabhängig davon, ob sie aus einem gemeinsamen Haushalt kommen oder nicht.Die bereits konkretisierten Klageabsichten der Berliner Sportverbände,das sich auf niedrigem Niveau stabilisierende Infektionsgeschehen inBerlin sowie die Disziplin der Berliner Sportvereine haben die erfreuliche Entscheidung des Sportsenators wohl beschleunigt. Seine Festlegungen sind aber natürlich noch kein Gesetz. Vielmehr bedarf es der Regelung in der nächsten SARS-CoV-2 Infektionsschutzverordnung. Diese wird voraussichtlich am 21. Juli 2020 auf der nächsten Sitzung des Senats beschlossen werden.

Der Vorstand fokussiert den Gesundheitsschutz aller Mitglieder sowie Trainerinnen und Trainer als oberstes Ziel. Das im Vereinsgebäude geltende Hygienekonzept, insbesondere das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung vom Betreten des Vereinshauses bis zum Tanzsaal, die Belüftung des Tanzsaals, die kontaktlosen Wechselzeiten zwischen den Kursen etc. bitten wir einzuhalten. Die Kontaktdaten aller Teilnehmer müssen weiterhin in Anwesenheitslisten erfasst werden.
Darüber hinaus freuen wir uns, dass unsere Kooperation mit dem Landes- tanzsportverband Berlin e.V. zu weiteren Lockerungen im Tanzsport beitrug und beiträgt.
Über die mit Spannung erwarteten tatsächlichen gesetzlichen Regelungen und Konkretisierungen für unseren Tanzsport halten wir euch selbst- verständlich wie immer auf dem Laufenden.

Mit tanzfreudigen und mit herzlichen Grüßen

Euer

Holger Pillau

Reinhard Panski

Die neue „Infektionsschutzverordnung“

Aus der bisherigen „Eindämmungsmaßnahmenverordnung“ ist mit Wirkung ab 27. Juni 2020 eine „SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung“ geworden. Für den Tanzsportbetrieb „in gedeckten Sportanlagen“ gelten danach weiterhin zwingend die bekannten Abstands- und Hygieneregeln. Auch die Mund-Nasen-Bedeckung ist in unserem Vereinsheim weiterhin zwingend zu tragen. Beim Training im Spiegelsaal kann auf den Mund-Nasen-Schutz verzichtet werden. Und die Anwesenheitsdokumentation, wie wir sie führen, bleibt ebenfalls gesetzlich vorgeschrieben.


Für alle, die nicht Ehe- , Lebenspartner oder Angehörige eines gemeinsamen Haushalts sind, besteht weiterhin die Pflicht, die Abstandsregeln und kontaktfreies Training einzuhalten. Allerdings wird hier die bisherige „Kleingruppenregelung“ mit maximal 12 Personen in einer Gruppe von einer „Mindestfläche in Quadratmetern“ pro Person abgelöst.


Für unseren Spiegelsaal werden wir künftig deshalb bei der bisherigen Gruppenteilnehmerzahl von max. 36 Personen bleiben. Damit stehen pro Person mehr als die regelmäßig geforderten 10 qm Mindestfläche zur Verfügung!
Die Regelungen dienen dem Gesundheitsschutz. Wir beachten sie und schützen damit uns, unsere Tänzerinnen und Tänzer sowie Trainerinnen und Trainer.


Reinhard Panski

Holger Pillau

Wir gewinnen Lebensqualität!

Jetzt tanzen wir also wieder. Am 8. Juni hat Silvia Schill mit ihren Linedancern das Training eröffnet. BAS-Training, Latin Fitness, Kindertraining, Solodance, Hobby und Tango Argentino sind sukzessive wieder möglich. Unsere Workshop-Angebote werden demnächst folgen. Nicht immer schrankenlos, aber – was bei Line- und Solodance ohnehin der Fall ist – wenigstens kontaktlos. Dennoch sind das leider nicht alle Einschränkungen, unter denen das Training im Spiegelsaal wieder möglich ist: Begrenzte Teilnehmerzahlen, kontaktlos muss tanzen und trainieren, wer nicht Ehepartner, Lebenspartner oder Angehöriger des eigenen Hausstands ist. Da der Mund-Nasenschutz beim Tanzen wegen möglicher Atemnot bedrohlich und insgesamt bei sportlicher Betätigung unangenehm wäre, ist dieser deshalb nur im Vereinshaus vorgesehen. Gleichwohl tanzen wir auf Abstand. Und beachten die Hygieneregeln, denen wir uns alle mehr oder weniger freiwillig unterwerfen.

Die Corona-Eindämmungsverordnung, auf deren Grundlage wir alles dies wieder einführen konnten, ist leider in ihrem Gesetzestext nicht immer hinreichend eindeutig. Auch die Politik und die täglich neuen Entscheidungen für einzelne Lockerungsmaßnahmen lassen es an der notwendigen Nachvollziehbarkeit oftmals fehlen. Warum darf jeder in öffentliche Verkehrsmittel rein, sonstige Veranstaltungen und Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen dürfen mit bis zu 150 Personen, ab dem 30. Juni sogar mit bis zu bis 300 Personen stattfinden – und beim Tanzen sollen Tanzpaare, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben und auf Tanzturnieren 1. Preise erhalten haben, nicht miteinander, sondern nur auf Abstand von 1 Meter 50 trainieren!?

Wir haben in den vergangenen Wochen oft den Eindruck gewonnen, dass unsere Sportpolitiker viel mehr Hintergrundinformationen zur Bedeutung des Tanzsports benötigen. Beim Paartanz mit einem typischerweise auf Dauer angelegten festen Tanzpartner bzw. einer festen Tanzpartnerin haben wir quasi das kleinste Team der Welt. Bei aller Wertschätzung, die die Politik und natürlich auch wir dem Massensport entgegenbringen, wünschen wir uns einen adäquaten Respekt auch für unseren Tanzsport! Unsere Lobby konzentriert sich auf den Landestanzsportverband Berlin e.V. und seinen engagierten Präsidenten Thorsten Süffke. Von dort gab es in den vergangenen Monaten hilfreiche Hinweise und aufmunternden Beifall, wann immer wir uns eigenständig und lösungsorientiert für und als TC Blau Gold für konkrete Optionen zur Wiederaufnahme des Tanzsports einsetzen.

Es ist hoffentlich letztlich allerdings nur eine Frage der Zeit, bis es weitere Erleichterungen geben wird. Wir werden zunehmend zum Normalbetrieb des Tanzsportvereins zurückkehren können. Insoweit hoffen wir auch, dass das Infektionsgeschehen sich weiter auf niedrigem Niveau stabilisiert und der Tanzsportbetrieb ohne erneute Schließung Schritt für Schritt bis zum Normalbetrieb fortgesetzt werden kann.

Hierzu können und müssen wir alle etwas beitragen. Auch wenn nicht alle Regeln allen gefallen, sie dienen unserem Gesundheitsschutz. Indem wir sie beachten, schützen wir auch die Anderen. Deshalb tragen wir alle ein Stück richtiger und wichtiger Eigenverantwortung – und tragen dazu bei, dass der Gewinn an Lebensqualität durch unseren Sport „Tanzen“ in jeder Form erhalten bleibt.

Reinhard Panski

Holger Pillau

Wir starten ....

Wir starten am Montag, 8. Juni 2020 mit der sukzessiven Wiederaufnahme des Tanzsportbetriebes im TC Blau Gold.
Der Trainings- und Tanzbetrieb erfolgt nach den Regelungen, die der Landesgesetzgeber uns mit der geltenden Neunten Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 vorgegeben hat. Wir sind uns bewusst, dass der Tanzsport bis auf weiteres nicht in der gewohnten Form erfolgen kann und von bürokratischen Erfordernissen begleitet wird. Auch das wichtige und richtige Vereinsleben und das gesellige Miteinander kann momentan noch nicht so gelebt werden, wie wir uns das wünschen. Bei allem steht allerdings der Gesundheitsschutz als oberstes Gebot im Fokus!


Deshalb sind folgende gesetzliche Vorgaben zwingend einzuhalten:
– Tänzer und Tänzerinnen, welche keine Ehe-oder Lebenspartnerinnen und-partner, Angehörige des eigenen Haushalts sind, müssen bis auf weiteres den Mindestabstand von 1,5 Metern wahren.
PAARTANZ ist zur Zeit nur für Ehepartner, Lebenspartner, Angehörige des eigenen Haushalts erlaubt.
- Die bekannten Hygiene- und Desinfektionsregelungen sind zu befolgen.
- Die Umkleiden und WC- Anlagen werden geöffnet. Duschen dürfen nicht genutzt werden.
- Körperpflege findet in der Sportanlage nicht statt.
- Eine Steuerung des Zutritts zum Tanzsaal wird mit dem Ziel organisiert, Warteschlangen zu vermeiden. Dabei kann zukünftig auch der Pokalsaal genutzt werden. Die Abstandsregeln sind einzuhalten!
- Risikogruppen handeln eigenverantwortlich, um weder sich noch Dritte einer besonderen Gefährdung auszusetzen. Wer Krankheitszeichen (z.B. Fieber, trockener Husten, Atemprobleme, Verlust des Geschmacks- /Geruchssinns, Halsschmerzen, Gliederschmerzen, Symptome einer Atemwegserkrankung) hat, nimmt nicht am Training teil.
- Zuschauerinnen und Zuschauer sind nicht zugelassen. Dies gilt auch für Eltern, Familienangehörige und sonstige Begleitpersonen der Tänzerinnen und Tänzer. Hiervon ausgenommen ist das Bringen und Abholen von Kindern zum Tanztraining, soweit die Kinder hierzu nicht selbständig in der Lage sind und das Vereinshaus nach dem Bringen bzw. Abholen der Kinder zügig verlassen wird.
- Der Tanzsaal wird regelmäßig - mindestens bei jedem Wechsel der nutzenden Trainingsgruppe oder Kleingruppen – gelüftet.

TIPP: Bringt euch bitte Getränke, Handtücher, Ersatzkleidung u.ä. zum Training mit.


Im Vereinshaus bitte Mund-Nasenschutz verwenden; im Tanzsaal ist Mund-Nasenschutz nicht erforderlich.

Für jeden Kurs, jedes freie Training und jede Privatstunde sind "Anwesenheitslisten" zu führen. Diese "Anwesenheitslisten" werden als Blanko-Exemplare in einem Ordner
neben dem Saalbuch im Spiegelsaal ausliegen. Nach Trainingsende werden die "Anwesenheitslisten" vom Vorstand geschützt vor Einsicht durch Dritte für vier Wochen in Verwahrung genommen. Sie werden nur dann auf Anforderung der zuständigen Behörde ausgehändigt, wenn eine Person zum Zeitpunkt des Kurses Ansteckungsverdächtiger oder Ansteckungsverdächtige im Sinne des Infektionsschutzgesetzes war.


Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist wird der Vorstand die Listen vernichten.


Für die Coronazeit gilt ein mit geringfügigen Zeitverschiebungen angepasster TRAININGSPLAN, der euch allen per Mail zugesandt wurde! Um Ansammlungen und Warteschlangen auf dem Vereinsgelände zu vermeiden, werden einzelne Kurse wenige Minuten früher oder später starten.


Achtet bitte regelmäßig auf eure Maileingänge! Änderungen und Ergänzungen erfolgen regelmäßig auf diesem Wege.


Uns alle eint unsere Liebe zum Tanzsport! Wir sind stolz, euch alle als Mitglieder des TC Blau Gold zu wissen! Der Vorstand dankt euch allen herzlich für die in den letzten Wochen gezeigte Geduld und Verbundenheit. Wir werden die noch eingeschränkten Entfaltungsmöglichkeiten voller Kreativität und uneingeschränktem Spaß am Tanzen nutzen!


Mit tanzsportlichen Grüßen
Holger Pillau, Reinhard Panski,
Stephan Kambach, Sven-Olaf Stalinski, Brigitte Ehrendreich

Optionen für den Tanzsportbetrieb im TC Blau Gold

Liebe Tänzerinnen, liebe Tänzer,
endlich wird unser aller Geduld belohnt und wir dürfen uns über erste Optionen für die sukzessive Wiederaufnahme unseres Tanzsportbetriebs im TC Blau Gold freuen. Der Senat von Berlin hat die mittlerweile neunte Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 erlassen, die am 30. Mai 2020 in Kraft getreten ist und bis zum 4. Juli 2020 in Kraft bleiben soll.
1. § 7 Absatz 2 dieser Rechtsverordnung gestattet ab 2. Juni 2020 den PAARTANZ und Sport in Gruppen in gedeckten Sportanlagen (Tanzsälen). Grundsätzlich erfolgt die Sportausübung kontaktfrei und die Sportlerinnen und Sportler haben untereinander den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Die in § 1 Absatz 3 der Rechtsverordnung genannten Ehe- oder Lebenspartnerinnen und –partner sowie die Angehörigen des eigenen Haushalts dürfen ohne Mindestabstände wieder den Paartanz trainieren. Als Vorstand hatten wir bereits in unserem an die Senatsverwaltung für Inneres und Sport adressierten Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung argumentiert, es könne den Tanzpartnern kaum überzeugend vermittelt werden, warum sie als „Angehörige eines eigenen (gemeinsamen) Haushalts“ zwar Bad, Bett und Tisch teilen, aber nicht im Tanzsaal gemeinsam trainieren dürfen. Dass der Senat von Berlin unsere bereits im April 2020 vorgetragene Rechtsauffassung nunmehr gesetzlich klargestellt hat, ist erfreulich.
Paare, die nicht Ehe – oder Lebenspartner sind, müssen leider weiterhin kontaktfrei trainieren! Der Vorstand wird sich dafür engagieren, dass auch für diese Tanzpartner baldmöglichst das Paartraining erlaubt wird.
Berlin verzichtet auf einen Mund-Nasen-Schutz während des Trainings.
2. Bei der Wiederaufnahme unseres Tanzsports sind insbesondere folgende gesetzliche Vorgaben einzuhalten:
- Tänzer und Tänzerinnen, welche in keinem gemeinsamen Haushalt leben, müssen bis auf weiteres den Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander wahren
- die bekannten Hygiene- und Desinfektionsregelungen sind zu befolgen
- die Umkleiden und WC- Anlagen werden geöffnet und sind regelmäßig zu lüften. Duschen dürfen nicht genutzt werden
- Körperpflege findet in der Sportanlage nicht statt
- eine Steuerung des Zutritts zum Tanzsaal wird mit dem Ziel organisiert, Warteschlangen zu vermeiden
- Risikogruppen handeln eigenverantwortlich um sich und andere keiner besonderen Gefährdung auszusetzen
- Zuschauerinnen und Zuschauer sind nicht zugelassen
- der Tanzsaal wird regelmäßig mindestens bei jedem Wechsel der nutzenden Trainingsgruppe oder

Trainingsgruppen ausreichend gelüftet
- eine Anwesenheitsdokumentation findet für alle Kurse außerhalb der Saalbuchseite statt.
3. Wann fällt der heiss ersehnte Startschuss für die Freigabe des Tanzsportbetriebs?
Der Vorstand hat bereits vorgearbeitet und seit längerem die erforderlichen Hygienepläne, Aushänge, Betriebsanweisungen, Checklisten, Anwesenheitslisten erarbeitet.
Am 7. April 2020 hatten wir auf unserer Webseite darüber informiert, dass das Präsidium des VfL Tegel 1891 e.V. aus gegebenem Anlass für die Zeit der Schließung unseres Vereinsheims den Schließzylinder unserer Eingangstür ausgetauscht und aus Kostengründen - soweit möglich - die Heizung heruntergeregelt sowie auch das Warmwasser abgestellt hat. Unmittelbar nach den Pfingstfeiertagen wird der Vorstand mit dem Präsidium final über alle Fragen wie z.B. den notwendigen Vorlauf sowie die Erweiterung und Finanzierung der vom VfL Tegel 1891 e.V. zu organisierenden Reinigungsdienste sprechen.
Der Vorstand engagiert sich für eine schnellstmögliche Öffnung unseres Tanzsportbetriebs und wird dabei den nachhaltigen Gesundheitsschutz für alle Mitglieder, Trainer und Trainerinnen als oberstes Gebot fokussieren.
Über den finalen Startschuss halten wir euch auf dem Laufenden.
Der Vorstand dankt allen Mitgliedern, Trainerinnen und Trainern sehr herzlich für ihre Geduld und gelebte Solidarität!
Euch allen wunderschöne, sonnige und gesunde Pfingstfeiertage wünschend, sind wir mit tanzsportlichen und mit herzlichen Grüßen
für den Vorstand
Euer
Holger Pillau
Reinhard Panski

Sportverwaltung besteht auf kontaktfreiem Sport im Freien

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport (SenInnSport) hat die von uns beantragte Ausnahmegenehmigung für den Sportbetrieb in unserem Spiegelsaal zurückgewiesen. Sie hat das damit begründet, dass die Berliner Rechtsverordnung gem. § 7 Abs. 9 SARS-CoV2-EindV keine Ausnahme für den Übungs- und Lehrbetrieb von Sportorganisationen „in gedeckten Sportanlagen“ vorsieht. Dies komme nur für Kaderathletinnen und Kaderathleten in Betracht, die an Bundesstützpunkten trainieren oder für Profisportler, wenn es zur Aufrechterhaltung des sportlichen Leistungsniveaus zwingend erforderlich ist.
In dem vorliegenden Bescheid setzt sich SenInnSport mit unseren besonderen Gründen, die wir für eine Ausnahme geltend gemacht haben, nicht auseinander:
- 450 qm Tanzfläche im einmalig großen Spiegelsaal mit optimalen Belüftungsmöglichkeiten
- maximal 10 Paare in einer Trainingseinheit, wodurch Abstandsregeln absolut leicht eingehalten werden
- die Paare „teilen Tisch und Bett“, d.h. sie sind verheiratet oder bilden eine häusliche Lebensgemeinschaft
- Hygienevorschriften werden präzise eingehalten.
Die Sportverwaltung wiederholt zur Begründung den Verordnungstext und verweist darauf, dass „für weitere 'semi-professionelle' Sportlerinnen und Sportler .... die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung nicht in Betracht“ kommt.
Dies entspricht jedoch nicht der Gesetzeslage. Denn die zitierte Ausnahmeregelung des § 7 Abs. 9 SARS-CoV2-EindV sieht ausdrücklich „weitere Ausnahmen in begründeten Einzelfällen“ vor. Kaderathletinnen und -athleten werden nur beispielhaft und „insbesondere“, also nicht abschließend aufgeführt. Die SenInnSport hat eine Prüfung unserer vorgetragenen Antragsgründe, die auch der Landestanzsportverband Berlin e.V. in seine eigene Argumentation für eine schrittweise Freigabe des Tanzsports in Berlin übernommen hat, gar nicht erst vorgenommen.
Die Bundesrepublik Deutschland wird föderal, also bundesstaatlich regiert. Das bedeutet, dass jedes Bundesland selbst entscheidet, wann und wie es den sukzessiven Wiedereinstieg in den Tanzsportbetrieb innerhalb geschlossener Räume regeln will. Während die Landesregierungen z.B. in den Bundesländern Nordrhein Westfalen und Hessen den stufenweisen Wiedereinstieg in den Tanzsport in Tanzschulen und Vereinen wieder geregelt haben, fehlt es im Land Berlin leider bisher an einer erkennbaren gesetzlichen Konzeption, wie überhaupt der Trainingsbetrieb in geschlossenen Räumen für Solotanz- und Paartanzangebote wieder aufgenommen werden kann.
Der Vorstand prüft Möglichkeiten des kontaktfreien Sports im Freien sowie das weitere Vorgehen in Kooperation und nach Absprache mit den Verbänden.

Reinhard Panski

Holger Pillau

Linedance Live für zuhause

Seit Wochen kein Training! Seit Wochen eingeschränkte soziale Kontakte. Und trotz neuer „Lockerungen“ sieht es nicht so aus, als wenn wir kurzfristig wieder miteinander tanzen könnten.
Unsere Trainer und Trainerinnen haben versucht, dies durch Videos von Haus zu Haus wettzumachen.
Uta Bonz hat Übungen für die WhatsApp - Gruppe „Tegel Swing“ zur Verfügung gestellt, Kathi Mayr-Welschlau gab Anleitungen für „ihre Tanzeleven“ , Patrick Misgaiski Workout - Übungen, Figuren in den Gruppen Latein Basics, Shape & Flow sowie im Kindertraining über WhatsApp und Silvia Schill unterrichtet und tanzt für die Linedancer auf WhatsApp und Youtube.
Alle Videos sind mit viel Resonanz aufgenommen worden.

Silvi LineVid1Silvia Schill geht jetzt einen Schritt weiter: Am vergangenen Donnerstag hat sie erstmals auf Youtube Live für alle Linedancer getanzt! Mittels Livestream konnte - wer wollte - zuhause mittanzen. Eine Stunde Tänze für Anfänger und Fortgeschrittene! Während die einen tanzten, konnten die anderen parallel mit Silvi chatten und Wünsche äußern - oder einfach nur ihre Freude am gemeinsamen Tanz zum Ausdruck bringen.140 Teilnehmer von Silvis TC Blau Gold - und Country - Linedancern waren nach anfänglichen technischen Problemen dabei.

Silvi LineVid2 Und morgen, am Dienstag (12.5.) um 18:30 Uhr geht es weiter. Wieder per Livestream auf dem Kanal Youtube Silvia Schill wird im Saloon in Zühlsdorf und in allen Wohnzimmern getanzt! Es gibt bereits eine Playlist auf der „Ah Si“ für alle „trocken“ erklärt und getanzt wird. Außerdem sind Lindy Shuffle, Sleepy Joes Café, Mamma Maria und Insomnia vorgesehen.
Mitmachen können also wieder Anfänger und Fortgeschrittene. Und vielleicht auch, wer Linedance einfach mal ausprobieren möchte. Zum Empfang reichen PC, Laptop oder Smart TV – und man ist dabei!


Reinhard Panski

TC Blau Gold wirbt um zeitliche Perspektive und Respekt für den Tanzsport bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport

Seit dem 14. März wird unser aller Geduld auf eine besondere Probe gestellt, denn der Berliner Landesgesetzgeber hat noch immer keine zeitliche Perspektive für die zumindest schrittweise Wiederaufnahme des Tanzsports in geschlossenen Räumen eröffnet.
Der Senat von Berlin hat am 7. Mai 2020 die nunmehr Sechste Verordnung zur Änderung der SARS- Cov-2- Eindämmungsmaßnahmenverordnung erlassen, deren § 7 weiterhin mindestens bis zum 5. Juni 2020 den Sportbetrieb auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, in Schwimmbädern und Fitnessstudios untersagt, soweit keine anderslautenden Regelungen bestehen. Erlaubt ist das kontaktlose Sporttreiben auf Sportanlagen im Freien, soweit es alleine, mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder mit einer anderen Person ohne jede sonstige Gruppenbildung ausgeübt und jederzeit der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Neuerdings ist ab dem 15. Mai 2020 im Freien auch das Training in Kleingruppen von höchstens 8 Personen inklusive der Trainerin, des Trainers oder sonstiger betreuender Personen zulässig. In diesem Rahmen werden wir versuchen, Solotanzangebote übergangsweise im Freien zu gestalten.
Kurzum: Das Tanztraining in geschlossenen Räumlichkeiten ist sowohl in der Gruppe als auch für Einzelne leider weiterhin untersagt. Auch soweit § 4 der Sechsten Verordnung zur Änderung der SARS-Cov-2- EindämmungsmaßnahmenVO ab dem 18. Mai 2020 Versammlungen in geschlossenen Räumen mit bis zu 50 Teilnehmenden gestattet, ist diese Norm eine Lockerung für das Demonstrationsrecht und leider nicht für einen Wiedereinstieg in den Tanzsportbetrieb.
Mit ungeduldiger Kreativität, Hygieneplänen und Konzepten für die sukzessive Wiederaufnahme sowie in Kooperation mit dem Landestanzsportverband Berlin e.V. und den Dachverbänden wirbt der Vorstand unermüdlich bei politischen Entscheidungsträgern und der zuständigen Senatsverwaltung für Inneres und Sport für Respekt gegenüber dem Tanzsport und für eine verantwortungsvolle, konkrete zeitliche Perspektive für den Wiedereinstieg. Bereits im April haben wir bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport eine Ausnahmegenehmigung für unseren Tanzsport im Spiegelsaal beantragt, aber bisher noch keine Entscheidung erhalten. Deswegen haben wir bei dieser Behörde erneut einen Bescheid und damit eine schriftliche Auseinandersetzung mit unseren Vorschlägen angemahnt.
Wir freuen uns, dass auch Thorsten Süfke als Präsident des LTV Berlin e.V. unsere Argumentation übernimmt, wenn er es für nicht mehr nachvollziehbar hält, dass „in einem Kaufhaus ... je 20 qm ein Kunde sein [darf], in einem Tanzsaal mit 450 qm darf sich kein einziger Tänzer bewegen.“
Unverändert bleibt der nachhaltige Gesundheitsschutz aller Mitglieder und Trainerinnen und Trainer oberstes Gebot für den Vorstand des TC Blau Gold. Gleichzeitig werben wir weiter höflich und hartnäckig dafür, dass die politischen Entscheidungsträger mutige Antworten für einen verantwortungsvollen Wiedereinstieg in den Paartanz geben.

Holger Pillau

Reinhard Panski

TC Blau Gold im VfL Tegel hat Ausnahmeantrag nach Corona -Verordnung gestellt

Als wir vor mehr als sieben Wochen den Sportbetrieb des TC Blau Gold eingestellt haben (siehe unseren Bericht auf dieser Seite vom 14. März 2020), stand der Gesundheitsschutz aller Mitglieder und Trainerinnen und Trainer an erster Stelle. Der Vorstand wollte helfen, die „weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen bzw. einzudämmen“. Niemand hat damals wissen können, wie lange es bei der gesetzlich angeordneten Schließung bleiben würde.
Inzwischen hat der Berliner Senat die „SARS-CoV-2 Eindämmungsverordnung“ zum fünften Mal geändert und vorerst bis zum 10. Mai 2020 verlängert. Darin sind erste Lockerungen enthalten. Geblieben ist, dass „der Betrieb auf und in allen ... privaten Sportanlagen untersagt“ bleibt. Ausgenommen hiervon ist das „kontaktlose Sporttreiben auf Sportanlagen im Freien, soweit es ... mit Angehörigen des eigenen Haushalts ... ausgeübt wird“. Damit ist der Tanzbetrieb und das Tanztraining in unserem „Spiegelsaal“ nach wie vor grundsätzlich ausgeschlossen!
Allerdings hat der Gesetzgeber eine weitere Ausnahme zugelassen: Soweit die Lockerungsvorgaben eingehalten werden, kann in Einzelfällen eine besondere Genehmigung der zuständigen Senatsverwaltung für Inneres und Sport erteilt werden. Der TC Blau Gold hat diese Genehmigung für seinen „Spiegelsaal“ und zunächst für das Tanztraining der Turnier- und Hobbytänzer bereits im April beantragt! Dabei sind wir davon ausgegangen, dass nur Paare trainieren (können), die ihren Sport mit „dem Angehörigen des jeweils gemeinsamen Haushalts ausüben“. Um die Abstandsregeln einhalten zu können, wollen wir, dass jeweils zunächst nicht mehr als 10 Paare gleichzeitig im Spiegelsaal trainieren. Körperkontakt zwischen den Paaren ist damit ausgeschlossen.
Wir gehen davon aus, dass die Gegebenheiten unseres Spiegelsaals den Vorgaben entsprechen, die der Gesetzgeber beispielhaft für die zulässigen Sporttätigkeiten im Freien aufgestellt hat! Damit sind – aus unserer Sicht – die Voraussetzungen für eine schriftliche Genehmigung erfüllt.
Bislang liegt die Entscheidung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport nicht vor.
Wir gehen mit unserem Antrag „deutlich über die Vorschläge der Dachverbände hinaus“, teilt uns der Präsident des Landestanzsportverband Berlin Thorsten Süfke in seiner Stellungnahme zum Antrag mit. „Aber wir sollten jetzt gemeinsam versuchen, den politischen Entscheidungsträgern unsere sachlichen Argumente und kooperativen Vorschläge zugänglich zu machen.“
Nach wie vor bleibt der Gesundheitsschutz der Mitglieder und Trainerinnen und Trainer oberstes Gebot für den Vorstand des TC Blau Gold. Gleichzeitig versuchen wir, im von Virologen, Ärzten und Gesetzgeber eröffneten Rahmen, den Spielraum für die Durchführung des Tanzsportbetriebs im Verein zu gestalten. In diesem Sinne beteiligen wir uns auch weiter aktiv an den Diskussionen der Dachverbände. Der Tanzsport entfaltet in physischer, psychischer, sozialer und kognitiver Hinsicht nachhaltige gesundheitserhaltende und gesundheitsfördernde Wirkungen.
Wir halten euch weiter auf dem Laufenden!

Reinhard Panski

Holger Pillau

Ferienaktion von Landessportbund - und TC Blau Gold

Eigentlich war es als Ferienaktion geplant, aber was sind Ferien in Corona-Zeiten?
Der Landessportbund wollte möglichst viele Kinder erfreuen und stellte den Vereinen Rucksäcke, gefüllt mit Bällen, Buntstiften, Springseilen und Jo-Jos zur Verfügung, um sie an möglichst viele junge Vereinsmitglieder zu verteilen.
In Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Versammlungsverboten keine einfache logistische Aufgabe! 50 junge Tänzer im Alter von 3 bis 12 Jahren im TC Blau Gold wollten wir erreichen. Und nach Möglichkeit nicht erst bis zur Aufhebung aller gesetzlichen Kontakt-Beschränkungen warten.
Unser Sportwart Stephan und seine Frau Sabine haben das Problem gelöst! An drei Tagen sind sie mit dem Fahrrad von Haus zu Haus gefahren und haben die Rücksäcke nach Vorankündigung bei Eltern und Kindern abgeliefert. Natürlich „kontaktlos“ und gleichwohl mit viel Freude bei den Beschenkten und den Boten.
„Vielen Dank für Ihr Engagement und die Mühe, den Kindern diese Freude zu bereiten.“ - „Ganz lieben Dank für die Mühe ...“ - „Das war wirklich eine tolle Idee und Anna hat sich riesig gefreut. Sie hofft sehr, dass das Kindertanzen bald wieder starten kann.“ Ein kleiner Auszug aus den Mails, die uns im Nachhinein erreicht haben.
Herzlichen Dank dem Landessportbund für die Rucksäcke – und ganz besonders herzlichen Dank Stephan und Sabine, die die Aktion organisiert und durchgeführt haben.


Reinhard Panski

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